Mittwoch, 24. März 2010
Kultur in Cancun
Montag, 22. März 2010
Chichén Itzá
So hätte es aussehen sollen:
Das Runde muss durch das Runde:
Tic Tac Toe haben sie auch gespielt:
Menschenmassen:
Freitag, 19. März 2010
Mexiko – die Fortsetzung
In Playa del Carmen haben wir es dann sogar eine ganze Woche ausgehalten, obwohl es dort nicht viel zu tun gibt. Aber wir hatten ja noch ein bisschen was zu organisieren, der Strand war direkt vor der Tür und außerdem haben wir dann auch noch zwei Dortmunder kennengelernt, mit denen wir die letzten Tage verbracht haben.
Am Sonntag sind wir wieder nach Tulum gefahren. Hä? Da wart Ihr doch schon, werdet Ihr Euch jetzt fragen. Ja, das stimmt, aber manchmal kann man sich halt nicht so richtig enscheiden, was man machen will. Der Grund dafür, dass wir wieder zurückgefahren sind, ist, dass wir in Tulum Kitesurfing ausprobieren wollten (also surfen mit einem „Drachen“, der einen über das Wasser zieht). Wir haben einen Einführungskurs gemacht und gelernt, den Drachen zu lenken. Erstmal auf dem Strand und später im Wasser. Das war aber dann nicht mehr ganz so lustig, weil es ziemlich schwierig ist, den Drachen zu lenken und gleichzeitig zu versuchen, nicht soviel Salzwasser zu schlucken. Wir hatten keine optimalen Windbedingungen, also schieben wir es mal darauf. Bis wir mit dem Board übers Wasser sausen und coole Jumps machen können, brauchen wir wohl noch ein paar Stunden.
Für Mittwoch war Regen angesagt und somit haben wir uns spontan entschieden, weiter nach Cancun zu fahren. In Cancun wohnen wir auch in der Stadt und müssen mit dem Bus an den Strand fahren. Die Stadt finde ich bis jetzt nicht so klasse. Wir wohnen leider auch noch an der Kreuzung von zwei vielbefahrenen Straßen, aber morgen werden wir in ein anderes Hotel umziehen. Wir haben heute wieder festgestellt, dass man doch immer zwei, drei Tage braucht, bis man weiß, wo man gut und günstig wohnen und essen kann und wie man am besten von A nach B kommt.
Bis heute morgen haben wir gedacht, hier gäbe es auch schöne Ecken, wir hätten sie nur noch nicht gefunden, aber die schönen Ecken sind glaube ich ausschließlich am Strand, wo die ganzen Touristen hinkommen. Wir werden uns die Gegend in den nächsten Tagen mal genaustens anschauen und dann berichten.
Unsere weitere Reise haben wir jetzt auch soweit vorbereitet. Von der Dom. Rep. aus fliegen wir nach Miami (alle Flüge gehen sowieso über Miami), schauen uns Key West und noch ein paar Freizeitparks an, fliegen dann nach Jamaika und von dort aus nach Ecuador. Von da aus können wir wohl alles weitere mit dem Bus machen. Ich hoffe, wir müssen nicht wieder ein Weiterreiseticket vorlegen, wenn wir nach Ecuador fliegen.
Donnerstag, 11. März 2010
Belize und Mexiko
Der Bus kam irgendwann so uuuuungefähr zu der gebuchten Zeit (das darf man nicht so genau nehmen), um uns vor unserem Hotel abzuholen. Diesmal handelte sich sich ansatzweise um eine Art Reisebus, links und rechts jeweils zwei Sitze und in der Mitte ein Gang. Na ja, zwei Sitze waren es zumindest nach guatelmaltekischen Verhältnissen. Für uns Europäer, von denen einer jetzt nicht gerade schmächtig ist, waren es maximal 1 ½ Sitze. Zum Glück war der Bus nicht voll und somit hatte jeder seine eigene Zweierbank.
An der Grenze zu Belize lief das so ab: Man wird samt seinem Gepäck aus dem Bus geschmissen, geht zu Fuß zur Grenzabfertigung, lässt sich einen Ausreisestempel von Guatemala in den Pass drücken, zahlt die fällige Ausreisegebühr (ja, sowas ist hier überall üblich), läuft über die Grenze nach Belize und lässt sich den Einreisestempel von Belize in den Pass drücken. Auf der anderen Seite der Grenze steigt man wieder in den Bus ein und weiter geht’s. Extrem unkompliziert.
In Belize City angekommen sind wir direkt in das nächste Boot gestiegen, das uns auf die kleine Insel Caye Caulker (Caye = Koralleninsel) gebracht hat. Die Insel ist nur ca. 45 Minuten mit dem Boot von Belize City entfernt und erinnert sehr an Jamaika – also zumindest so, wie ich mir Jamaika vorstelle. Belize ist ganz anders als die anderen mittelamerikanischen Länder. Hier leben viele Kreolen und Garifunas (Nachkommen der ehemaligen afrikanischen Sklaven). In Belize wird nicht wie im Rest von Mittelamerika spanisch, sondern englisch gesprochen. Teilweise sprechen die Leute aber auch eine Mischung aus englisch und kreolisch, das man dann gar nicht mehr versteht. Und Belize ist teuer. Nach dem – auch für mittelamerikanische Verhältnisse – relativ billigen Guatemala haben wir uns ganz schön auf den Hintern gesetzt, was die für Preise haben.
Auf Caye Caulker gibt es keinen richtigen Strand, da die Insel aus Korallen besteht, aber man kann, wenn man direkt am Wasser wohnt, was wir natürlich taten, vor seiner Cabana im Liegestuhl sitzen und die Nase in die Sonne halten. Außerdem ist Caye Caulker ein Tauch- und Schnorchelparadies, aber da das Wetter nicht so schön war (wir hatten das Glück, dass gerade eine Kaltfront aufzog, als wir dort waren), haben wir keinen Schnorchelausflug gemacht und haben nach zwei Tagen die Weiterreise nach Mexiko angetreten.
Morgens um 7:30 Uhr mit dem Boot zurück nach Belize City und direkt in den Bus nach Chetumal (die Grenzstadt in Mexiko). Diesmal hatten wir einen 1. Klasse Luxusreisebus. Es ist schon komisch, dass man sich auf einmal darüber freut, in einem modernen Reisebus zu fahren. Bisher fand ich das eher spießig, aber diesmal fanden wir es sehr angenehm. Es gab genug Platz, wir konnten nebeneinander sitzen (es gab sogar Sitzplatzreservierungen), eine Toilette und „Kino“. Und es gab eine Klimaanlage. Scheinbar war der Busfahrer da so stolz drauf, dass er uns beweisen wollte, was das gute Stück drauf hat. Trotz langer Hose und Jacke war es immer noch eisig kalt und die Konsequenz hab ich seit zwei Tagen zu tragen. Eine fette Erkältung mit allem drum und dran.
Auch hier hat der Grenzübertritt wieder sehr gut funktioniert. Von Chetumal hat uns der nächste Bus direkt bis nach Tulum in Mexiko gebracht. Als wir dort nach insgesamt ca. 10-stündiger Reise ankamen, war ich irgendwie bedient. Ich hatte Kopfweh und hatte den ganzen Tag fast nichts getrunken und gegessen. Und wir wussten nicht, wo wir übernachten sollten. In Tulum muss man sich entscheiden, ob man in der Stadt oder am Strand (5 km entfernt) wohnen möchte. Die Stadt ist zwar nicht so schön, es gibt eigentlich nur eine Straße, auf der alle Hotels, Restaurants und sonstige Läden, die man als Tourist unbedingt braucht (diverse Hängematten-, Taschen, Masken- und Stoffverkäufer) angesiedelt sind. Da ich keinen Nerv hatte, lang nach einem Hotel zu suchen, haben wir uns kurzerhand mit dem Taxi zu einem Hotel fahren lassen, das wir im Internet gefunden hatten. Das Hotelzimmer war so ziemlich das schönste, das ich je gesehen habe. Gut, es war auch ein bisschen teurer als gedacht, aber manchmal muss man eben schnelle Entscheidungen treffen. Nach zwei Tabletten, was zu essen und zu trinken ging es mir auch wieder gut. Das Hotel hatte allerdings, wie sich leider erst nachts herausstellte, einen Haken: Fast die komplette Nacht hat sich ein Hund die Kehle aus dem Leib gebellt und zwei Hähne haben sich abwechselnd zugerufen. Es war kein Auge zuzukriegen. So schön das Hotel auch war, für den Preis wollten wir gerne nachts schlafen können und haben uns ein anderes Hotel in der Stadt gesucht.
In Tulum hatten wir dann zum ersten Mal wieder so eine richtige Beach-Atmosphäre. Der Strand ist wunderschön und es gibt noch Abschnitte, die sehr ruhig sind, wo sich noch keine Resorts angesiedelt haben. Man kann in kleinen, sehr einfachen Cabanas am Strand wohnen. Uns war es ein wenig zu ruhig und wir sind lieber abends wieder in die Stadt zurückgefahren.
Leider war das Wetter immer noch ein bisschen gemischt und nicht unbedingt dafür geeignet, den ganzen Tag am Strand zu liegen. Somit ging es nach drei Tagen weiter nach Playa del Carmen. Den Namen habt Ihr bestimmt schon mal gehört. Hier gibt es wieder alles, die volle touristische Infrastruktur. Wir finden’s nicht so schlimm wie gedacht. Wir haben ein kleines Bed & Breakfast in zweiter Reihe vom Strand gefunden. Eine halbe Minute zum Strand, eine halbe Minute bis zur Restaurantmeile. Was will man mehr. OK, wenn man sich vielleicht doch mit dem Gedanken trägt, eine Tasche oder ein T-Shirt oder was auch immer zu kaufen und man nicht möchte, dass fett „Playa del Carmen“, „Riviera Maya“ oder „Mexico“ draufsteht, hat man ein Problem. Aber wir haben ja sonst keine Probleme und da der Strand wirklich sehr schön und das Wasser sehr türkisblau ist, halten wir es hier ein paar Tage aus und machen uns jetzt gerade Gedanken über unsere nächsten Stationen in Mexiko (wir haben ja noch zwei Wochen Zeit bis zu unserem Flug) und die weitere Routenplanung nach der Dom. Rep.
Mittwoch, 3. März 2010
Wieder unterwegs
Dienstag, 2. März 2010
Fastenzeit und Ostern
Antigua ist eine sehr katholische Stadt. Über 90% der Einwohner sind katholisch. Und katholisch heißt nicht wie bei uns, dass man halt in der Schule von einem katholischen Lehrer unterrichtet wird, sondern es heißt wirklich gläubig. Es gibt hier glaube ich so ca. 30 Kirchen. Für eine kleine Stadt von weniger als 10.000 Einwohnern ziemlich viel, finde ich.
Nach Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, die bis Ostern dauert.
In dieser Zeit verzichtet man auf Alkohol und sonstige Laster. Jeden Sonntag finden verschiedene Prozessionen statt, die Kirchen sind bis nachts geöffnet und sind mit kunstvollen Blumenteppichen (Alfambras) geschmückt. Von weitem sehen sie wirklich aus wie Teppiche, aber in Wirklichkeit bestehen die Kunstwerke aus Sand aus mehreren Farben, aus dem mittels Schablonen die jeweiligen Muster gestreut werden. Jeden Freitag finden Kerzenmessen in den Kirchen statt. Dabei wird jede Woche eine andere Passage vom Leben und Sterben Jesu Christi mit Bildern und Figuren dargestellt.
Jeden Sonntag finden in Antigua Prozessionen statt, wobei diese von Sonntag zu Sonntag größer werden. Jede Kirche hat ihre eigene Prozession, die vor der Kirche startet und durch die ganze Stadt geht. Dabei tragen die Menschen zusammen ein riesiges schweres Kreuz. Man zahlt dafür, Träger zu sein. Die Träger werden nach Größe geordnet eingeteilt, die größten laufen vorne, die kleinen hinter. Für die Leute ist es eine Ehre, bei der Prozession das Kreuz zu tragen. Die Feierlichkeiten gipfeln in der Semana Santa, der Woche vor Ostern. Da muss in Antigua der Teufel los sein. Leute kommen aus dem ganzen Land, um die Prozessionen zu sehen, von denen es dann jeden Tag eine gibt. Die ganze Stadt ist voll von den Blumenteppichen. Wir werden das hier nicht mehr sehen können, es gibt aber auf YouTube einen kleine Film, der sehr beeindruckend ist.