Die ehemaligen Gang-Mitglieder werden von ihren ehemaligen Banden-Kollegen nicht in Ruhe gelassen und es kann schon mal vorkommen, dass einer dran glauben muss. Daher sind eben die Chicken Busse oft Ziel solcher Überfälle. Außerdem liefern sich die Chicken-Busse oft Wettrennen und es wird an Stellen überholt, wo man in Deutschland nicht im Traum dran denken würde. Für Touristen ist es daher wohl sicherer, mit Shuttlebussen zu fahren als mit öffentlichen Bussen. Abgesehen davon ist es – vorausgesetzt man lässt die übliche Vorsicht walten und rennt nicht gerade nachts durch unbelebte Straßen – relativ sicher.
Dienstag, 23. Februar 2010
Kriminalität
Die ehemaligen Gang-Mitglieder werden von ihren ehemaligen Banden-Kollegen nicht in Ruhe gelassen und es kann schon mal vorkommen, dass einer dran glauben muss. Daher sind eben die Chicken Busse oft Ziel solcher Überfälle. Außerdem liefern sich die Chicken-Busse oft Wettrennen und es wird an Stellen überholt, wo man in Deutschland nicht im Traum dran denken würde. Für Touristen ist es daher wohl sicherer, mit Shuttlebussen zu fahren als mit öffentlichen Bussen. Abgesehen davon ist es – vorausgesetzt man lässt die übliche Vorsicht walten und rennt nicht gerade nachts durch unbelebte Straßen – relativ sicher.
Montag, 22. Februar 2010
Kaffeeplantage
Ich wusste es bisher ja nicht, aber vielleicht ist es auch eine Bildungslücke. Jedenfalls gehört Guatemala zu den Ländern, die mit den besten Kaffee der Welt herstellen. Leider kann man den hier fast nirgendwo bekommen. Der gute Kaffee wird exportiert, größtenteils in die USA, aber auch nach Japan. Wir hatten die Möglichkeit, uns eine Kaffeeplantage bei Antigua anzuschauen. Die Kaffeeplantage war verhältnismäßig klein. Wir hätten jetzt gesagt, dass sie ziemlich groß ist, aber es gibt wohl noch größere. Die Plantage ist seit zig Jahren im Familienbesitz, wurde seinerzeit von der Ur-Großmutter der heutigen Besitzern gegründet, die aus Spanien kam. Die Familie geht sehr fair mit den Mitarbeitern um, sie geben ihnen bspw. ein kleines Stück Land, auf dem sie ihr eigenes Gemüse anpflanzen können und sich mit dem Verkauf noch etwas dazuverdienen können. Viele Arbeiter sind schon seit Generationen für die Familie tätig. Die Arbeiter werden zweimal pro Monat bar bezahlt. Andere Farmen bezahlen ihre Arbeiter per Scheck, aber für viele ist es ein Problem, den Scheck einzulösen.
In der Erntezeit kommen die Arbeiterinnen aus den Dörfern mitsamt ihrer Kinder, um die Kaffeebohnen zu pflücken. Für die Frauen ist das sehr gut, weil sie dann die Möglichkeit haben, ihr eigenes Geld zu verdienen und mal rauszukommen. Sie arbeiten sonst nur im Haus. Da sie weder Spül- noch Waschmaschinen haben, ist hier Hausarbeit auch noch wirklich Arbeit.
Kaffee anzubauen ist mit viel Arbeit verbunden. Auf dieser Farm wird alles mit der Hand gemacht und weder künstlich bewässert noch gespritzt. Die Kaffeepflanzen sehen aus wie kleine Bäume oder Sträucher. An diesen wachsen gelbe und rote Knubbel, die geschält werden und innen findet man den Kern, die Kaffeebohne. Damit die Pflanzen nicht zuviel Sonne abkriegen und vertrocknen, werden zwischen die Kaffeepflanzen Bäume gepflanzt, deren Namen ich vergessen habe und die ursprünglich aus Australien eingeführt wurden. Diese Bäume wachsen dreimal so schnell wie die Kaffeepflanzen und spenden den nötigen Schatten.
Die Kaffeeernte dauert vier Monate. In diesen vier Monaten wird jeden Tag Kaffee geerntet, gewaschen, sortiert, fermentiert und getrocknet. Der Kaffee wird jeden Morgen zum Trocknen ausgebreitet, und zwar peinlich getrennt nach nach Erntedatum, da der Kaffee insgesamt ca. 10 Tage trocknen muss. Abends wird alles wieder zusammengeschoben und über Nacht wegen der Feuchtigkeit zugedeckt. Wenn es anfängt zu regnen, müssen die Arbeiter schnell sein. Für eine gute Kaffeequalität sind ein guter Boden, eine gewisse Höhe und das Klima wichtig. Der Boden ist in Guatemala wegen der Vulkane besonders fruchtbar.
Samstag, 20. Februar 2010
Chichicastenango
Montag, 15. Februar 2010
Vulkan Pacaya
In Guatemala gibt es über dreißig Vulkane, davon sind vier aktiv und davon kann einer von sich behaupten, dass zwei gewisse Deutsche auf Weltreise ihn schon mal bestiegen haben. Habt Ihr gewusst, dass Lava faucht? Das ist der Hammer. Der Hammer ist eigentlich, dass hier jeder einfach so einen aktiven Vulkan besteigen kann, aber da macht man sich auch erst hinterher Gedanken, nicht vorher. Man wird mit einem Minibus auf ca. 1.900 m Höhe gefahren. Von dort aus läuft man ca. 3 km in 1,5 Stunden hoch. 600 m Höhenunterschied. Die Strecke ist – wie man sich denken kann – ziemlich steil und das letzte Stück klettert man über die erkalteten Lavabrocken, bis man am Ende plötzlich sieht, dass man wirklich gerade auf einem aktiven, heißen, glühenden Vulkan steht. Heiße Lava läuft langsam den Berg runter (wir haben uns gefragt, was eigentlich passiert, wenn die plötzlich ihre Richtung ändert) und man steht direkt daneben. Zwei Meter davon entfernt ist es s
o heiß, dass man es kaum aushält und dem einen oder anderen sind auch schon die Schuhe weggeschmolzen, wie ein paar hinterlassende Schuhsohlen beweisen. Aus den Felsspalten glüht es rot. Man steht direkt auf einem aktiven Vulkan. Wow. In der Ferne sieht man den rauchenden Krater und man kann ihn tatsächlich hören. Hört sich an, als würde jemand Holz schleifen. Oder wie Grisu der kleine Drache. Aber der wollte ja eigentlich nicht fauchen. Auf dem Rückweg haben wir ziemlich geflucht, da wir im Dunkeln zurückgehen mussten. Den Sinn haben wir nicht so ganz verstanden. Die Tour nannte sich Sunset-Tour und sie wurde empfohlen, weil man im Dunkeln die Lava besser glühen sieht, aber wir haben noch im Hellen den Rückweg angetreten und haben also die Lava gar nicht im Dunkeln gesehen. Ich hätte auch sowieso lieber darauf verzichtet, Lava im Dunkeln zu sehen, im Hellen hat sie mir auch gefallen, und wäre lieber im Hellen die Steine runtergefallen, aber wir sind heil unten angekommen und waren froh, dass wir es geschafft haben.
Mitgenommen
Wir haben uns für eine kleine Sprachschule entschieden, wo nicht so viel Trubel ist wie bei einigen anderen, die wir besichtigt haben. Da wir in erster Linie spanisch lernen wollen, erschien uns die ruhige Athmosphäre hier genau richtig. Ob die Schule gut ist oder nicht, weiß man sowieso erst, wenn man den Lehrer kennengelernt hat. Bei einigen Schulen kam es uns aber vor, als würde der Fokus eher darauf liegen, Touren zu verkaufen bzw. wahrscheinlich war es auch den Schülern wichtiger, Spaß zu haben als spanisch zu lernen.
Unsere Schule besteht eigentlich nur aus ein paar Tischen im (Innen-)Garten eines Guesthouses. Wir haben ein Doppelzimmer in diesem Guesthouse, so dass es nur zehn Meter bis in die „Schule“ sind. Wir werden sehen, ob die Entscheidung, so nah an der Schule zu wohnen, richtig war;-). Unser Zimmer ist sehr schön, ziemlich groß und wir haben unser eigenes Bad. An den Schultagen werden wir von zwei guatemaltekischen Frauen bekocht. Hinter dem Garten befindet sich die Küche und der Esstisch, an dem die Mahlzeiten eingenommen werden, sowie die Wäscherei und das muss man sich wirklich so vorstellen wie im Mittelalter. Da sind große Becken, in denen die Frauen die Wäsche mit der Hand waschen. Da traut man sich eigentlich gar nicht, seine Wäsche abzugeben, wenn man sieht, wie schwer die Frauen arbeiten müssen.
Jeder von uns hat einen eigenen Lehrer, der bzw die uns an vier Stunden pro Tag versucht, spanisch beizubringen. Lars‘ Lehrer vermittelt daneben noch Touren und Shuttle-Services zu den gängigen Sehenswürdigkeiten, was für uns sehr gut ist, denn hier kann man nicht jedem trauen, der einem eine Tour verkauft und sein Lehrer muss Lars ja am nächsten Tag wieder in die Augen schauen, daher gehen wir mal davon aus, dass wir bei ihm in guten Händen sind. José (der Lehrer) hat uns schon einige Tipps gegeben und wir waren gestern mit seiner Frau (= meine Lehrerin) und ihm auf dem Cerro de la Cruz. Das ist ein kleiner Berg, von dem aus man einen schönen Ausblick auf die Stadt hat. Dabei hat er uns die gesamte Geschichte von Antigua erklärt. Zum Beispiel haben wir da auch erfahren, dass in Antigua niemand mehr als ein Stockwerk bauen darf und dass Reklametafeln oder große Werbeschilder in Antigua verboten sind, weshalb sogar McD auf sein großes M verzichten musste. Wir waren sehr beeindruckt und kamen uns etwas dumm vor, weil wir von unserer Heimat nicht mal halb so viel gewusst hätten.
Die Leute hier sind übrigens extrem klein. Die Frauen sind schätzungsweise noch nicht mal 1,50 m groß, was zu der lustigen Situation führte, dass meine Lehrerin mich im Spanischunterricht gefragt hat, ob ich klein oder groß wäre (komische Frage eigentlich, war aber nur zum üben gedacht) und ich natürlich gesagt habe, ich wäre klein. Da sagte sie, nein, ich wäre groß und Lars auch. Dass zu uns mal jemand sagt, wir wären groß, hätten wir uns auch nicht träumen lassen.
Den Sprachkurs haben wir erstmal für zwei Wochen gebucht. Wir werden sehen, wie viel spanisch wir bis dahin schon können und ob wir Lust haben, weiterzumachen. Die Tatsache, dass wir hier nicht nur die Sehenswürdigkeiten abklappern, sondern eine Aufgabe haben und außerdem viel über das Leben in Guatemala mitbekommen, gibt unserer Reise momentan einen ganz neuen Kick. Wir haben hier auch schon einige Leute getroffen, die von ihrer Reise und ihren Erfahrungen erzählt haben. Die meisten haben eine interessante Geschichte zu erzählen und das lustige ist, dass man hier als Langzeitreisender nicht die exotische Ausnahme ist, sondern das völlig normal ist. Klar, nach Antigua kommt man normalerweise auch nicht, um Urlaub zu machen, sondern für viele ist Antigua der Startpunkt zum spanisch zu lernen, um anschließend durch Mittel- oder Südamerika zu reisen. Angeblich nehmen hier alle dieselbe Route, einer nannte es den „Gringo Trail“. Wir werden mal nach den Schildern Ausschau halten;-)
Mittwoch, 10. Februar 2010
Angekommen
Dass es hier nicht immer so idyllisch zugeht, davon zeugen allerdings die bewaffneten Polizisten, die vor Banken und Schmuckgeschäften und auch vor McDonalds stehen.
Gestern abend waren wir in einer witzigen Bar, die sich „Café No Se“nennt. Die Bar wirbt mit unbequemen Stühlen, verwirrtem Personal und gewollten und ungewollten Schwangerschaften. Auf der Getränkekarte wird darauf hingewiesen, dass kein „fucking Mojito“ ausgeschenkt wird und wenn man ihn doch haben möchte, müsste man 1.975 Quetzals (167 Euro) bezahlen. An der Wand hängt ein Bild mit dem Gesicht zur Wand. Auf der Rückseite steht „very ugly painting on other side“. Der Barmann hat uns das Bild gezeigt – wir können es bestätigen.
Unser Tagesprogramm bestand heute darin, einige Sprachschulen abzuklappern. Ich denke, so ab Donnerstag wird es ernst und die kleine Svenja und der kleine Lars gehen wieder zur Schule. Mein immer wiederkehrender Alptraum, dass ich wieder in die Schule muss, wird wahr. Wir haben uns noch nicht für eine Schule entschieden und auch über die Unterkunft müssen wir uns Gedanken machen. Man kann natürlich in einem normalen Hostel bleiben, aber es werden auch „Student Houses“ angeboten, wo man dreimal täglich von einer guatemalischen Frau bekocht wird, oder man kann direkt in einer Familie wohnen. Außerdem bieten alle Sprachschulen - teilweise kostenlose - Nachmittagsaktivitäten und Wochenendtouren an. Und man kann Freiwilligenarbeit machen (also arbeiten, ohne dass man dafür bezahlt wird, natürlich alles für einen sozialen Zweck und um die Sprache zu lernen). Auf meine naive Frage, ob man da nicht eine Arbeitserlaubnis bräuchte, lautete die Antwort: In Guatemala bräuchte man für nichts Papiere. OK, dann eben nicht. Als Sachbearbeiter für Auslandsentsendungen braucht man sich hier wohl nicht zu bewerben.
Morgen werden wir uns noch ein oder zwei Schulen anschauen und uns dann für eine entscheiden. Für heute ist erstmal genug, wir müssen noch ein wenig schlafen.
Samstag, 6. Februar 2010
Was wird uns an Australien fehlen und worauf können wir verzichten
Das individuelle Reisen mit unserem Camper, unserer kleinen Wohnung mit viel Stauraum wird uns fehlen, dafür freuen wir uns auf das Reisen als Backpacker, weil wir denken, dass wir in den Hostels und auf den Touren vielleicht noch eher mit anderen Leuten in Kontakt kommen. Außerdem werden wir unsere aus vier Teilen bestehende Matratze nicht vermissen, die beim Schlafen zuverlässig verrutscht, so dass man mit seinem Hintern auf der harten Sitzbank liegt. Wir gehen davon aus, dass die in Guatemala richtige Betten haben...
Wir werden uns vielleicht danach zurücksehnen, alles oder zumindest das meiste zu verstehen und mit allen Leuten reden zu können. Auf spanisch wird das wohl erstmal nicht so einfach gehen.
Wir lassen ein Land hinter uns, das normalerweise (!) sehr sicher ist, in dem wir uns auskennen, uns darauf verlassen können, dass Dingen einfach funktionieren und geregelt sind und wir überall einen gewissen Standard vorfinden. Hier braucht man sich keine Sorgen zu machen, dass es irgendwas vielleicht nicht zu kaufen gibt. Andererseits freuen wir uns auf ein Land, das wir entdecken können und sind gespannt darauf, wie Guatemala ist. Wir hoffen, dass Antigua touristisch genug ist, dass wir dort auch alles finden, was wir als Traveller brauchen.
Die meisten Tiere werden wir vermissen, vor allem die hüpfenden, weniger die kriechenden.
Freitag, 5. Februar 2010
Letzte Tage in Sydney
Jetzt gibt es nur noch uns zwei und unsere beiden Rucksäcke. Unseren Camper haben wir heute morgen abgegeben. Doch bevor es so weit war, mussten wir noch ein paar Kleinigkeiten loswerden, die wir noch von unserem Projekt „Wir kaufen ein Auto in Australien“ mitgenommen hatten. Als wir die gesammelten Werke – von Ventilator über Stromkabel bis Wasserkanister – in den Aufenthaltsraum transportieren wollten, um es dort anderen Backpackern zu überlassen, sprach uns ein Australier an und wir fragten ihn, ob er was davon gebrauchen könnte. Ruck zuck stand ein Gruppe von 8 Leute um uns herum und jeder war scharf auf die „Freebies“. So schnell kann’s gehen, die Hälfte der Sachen war schon weg, bevor sie im Aufenthaltsraum landete.
Die Rückgabe des Campers verlief relativ problemlos. Das einzige war, dass wir angeblich eine Inspektion hätten machen müssen, was wir aber nicht getan haben. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass die Frau bei der Verleihstation was gesagt hat, aber das ist schon so lange her. Außerdem sind wir geblitzt worden. Den Strafzettel haben wir nach Hause geschickt bekommen. Für die Bearbeitung des Vorgangs berechnet uns die Mietwagenfirma 55 Dollar. Kein schlechter Stundenlohn, aber was soll man machen. Dafür hat uns der Mitarbeiter zum Bahnhof gefahren und wir haben uns das Taxi gespart.
Bei der Mietwagenfirma haben wir zwei Belgier getroffen, die gerade ihren Campervan abholen wollten. Das läuft ja beim Reservieren eines Campers immer so ab, dass man nur den Camper und den Zeitraum reserviert. Welche Versicherung man haben möchte, kann man vor Ort beim Abholen entscheiden. Je höher die Selbstbeteiligung, desto günstiger die Versicherung. Für die maximale Selbstbeteiligung, die mehrere tausend Dollar betragen kann, wird i.d.R. ein Kreditkartenabdruck gemacht, den man bei der Rückgabe des Autos unbenutzt wieder zurückbekommt, wenn alles in Ordnung ist. Wenn nicht, kann die Mietwagenfirma eben den entsprechenden Betrag von der Kreditkarte abbuchen. Bei der Firma, bei der wir das Auto gemietet haben (vielleicht ist das auch bei allen anderen so, aber das wissen wir nicht), wird ein Trick angewendet: Wählt man die günstigste Versicherung, so genügt nicht einfach ein Kreditkartenabdruck als Kaution, sondern die Selbstbeteiligung in Höhe von 6.000 AUD muss tatsächlich bezahlt werden. Zusammen mit der Miete für den Campervan machte das für die beiden Belgier über 13.000 AUD aus und sie hatten das gleiche Problem wie wir damals, als wir unseren Camper abholen wollten: Die Kreditkarte wird beim Versuch, so hohe Summen zu bezahlen, aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Bank ist wegen der Zeitverschiebung natürlich nicht erreichbar. Der nette Mann von der Verleihfirma bietet natürlich sofort an, sie könnten ja die etwas teurere Versicherung wählen. Da bezahlen sie zwar etwas mehr für die Versicherung, aber die Kaution wird nicht von der Kreditkarte abgebucht. Wir haben es damals geschafft, unter verschiedenen Notfall-Nummern jemanden von VISA zu erreichen, der unsere Karte wieder entsperrt hat, aber wer diese Nummern nicht kennt oder nicht so hartnäckig ist, wird wohl oder übel die teurere Versicherung nehmen. So ist ein günstiges Auto plötzlich doch nicht mehr so günstig. Schließlich braucht man in dem Moment ein Auto und es bleibt einem nicht viel anderes übrig, als die Kröte zu schlucken.
Jetzt sind wir in einem Hostel, das sehr zentral gelegen ist, nur ein paar Minuten bis zum Darling Harbour und es ist genauso schäbig, wie wir es erwartet haben. Für 85 AUD riecht es nach Pferdestall und das Zimmer ist liebevoll eingerichtet mit ... einem Bett. Schließlich haben wir auch nur ein Bett und nicht einen Tisch oder einen Schrank oder einen Nachttisch gebucht. Immerhin gibt es Steckdosen. Es soll angeblich sogar Backpacker-Hostels geben ohne Steckdosen im Zimmer. Seine Geräte kann man dann an der Rezeption zum Aufladen abgeben. Na herzlichen Glückwunsch.
Ach ja, fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass es immer noch regnet. Dabei ist es allerdings schwülwarm. Angeblich ist das das typische Wetter für Sydney im Sommer. Hab ich da irgendwas verpasst? Na ja, für Guatemala sind 24-27 Grad und Sonne vorhergesagt. Das sollte doch unseren Ansprüchen genügen.