Am Cape Leeuwin haben wir einen weiteren Leuchtturm in unsere Fotosammlung aufgenommen. Diesmal aber einen ganz besonderen, denn hier befinden wir uns am südwestlichsten Punkt des australischen Kontinents, wo sich der Indische Ozean und der Südliche Ozean (Südpolarmeer) treffen.
In Pemberton hatte Lars seinen großen Auftritt. Die Gegend um Pemberton ist durch viel Wald geprägt und früher wurden hier rege abgeholzt. Mittlerweile hat man das etwas eingeschränkt. Hier wachsen Karri-Bäume, die bis zu 100 m hoch werden. Manchmal wurden diese Bäume als Fire Lookout benutzt. Ein Exemplar davon hat man für die Touristen übrig gelassen. Wer mutig genug ist, kann auf den 60 m hohen Baum hochklettern. Oben ist eine Plattform, von der aus man seine Beweisfotos schießen kann. Als ich nach ca. 5,3 m angekündigt habe, dass ich wieder runter gehe, hat Lars mich schon gar nicht mehr gehört, ratz fatz ist er da hoch gekraxelt. Höhenangst hat er schon mal nicht. Ich eigentlich auch nicht. Dachte ich zumindest bisher. Aber mir wurde doch sehr mulmig zumute und ich hab gekniffen.
Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz in der Nähe von Walpole, in einem Waldstück am See bzw. „Inlet“, also einem Fast-See, der von einer Meeresenge gebildet wird. Eigentlich ganz idyllisch könnte man meinen, wenn da nicht wieder diese furchtbaren Insekten gewesen wären. Fliegen, die einem in Ohren, Augen und Nase krabbeln, Stechmücken und Bremsen. Die sind besonders fies und tun richtig weh. Ich glaube aber, die stechen nicht, sondern beißen eher, oder? Egal, jedenfalls haben wir am nächsten Morgen Hals über Kopf und ohne Frühstück den Campingplatz verlassen. Wir hatten eigentlich gedacht, dass das mit den Viechern irgendwann mal weniger wird, aber sie begleiten uns jetzt schon über 6.000 km und die Hoffnungen schwinden.
Im „Valley of the Giants“ konnte ich mir die Bäume dann auch von oben anschauen. Hier gibt es einen „Tree Top Walk“, über den man selbst mit dem Rollstuhl fahren kann. Er geht zwar nur bis 40 m hoch, aber immerhin.
Zur Zeit befinden wir uns in Albany, bekannt durch den berühmten Song „Albany und Ivory“. Wer den Witz nicht versteht, war wohl zu dieser Zeit noch ein Eidotter ;-) Anyway, wie der Australier zu sagen pflegt, Albany ist eine größere Stadt – die letzte für die nächsten Tage oder Wochen. Jetzt stehen uns wieder lange Reisetage bevor. Wir ruhen uns noch ein paar Tage auf einem 4 ½ Sterne Campingplatz am Meer aus, erledigen alle notwendigen Besorgungen (z.B. SCHUHE kaufen), bevor wir uns wieder auf die Straße wagen.
Liebe Svenja, zum Glück sind wir letztes Jahr nicht in die Alpen zum Höhenweg wanderen, da geht es etwas höher als 5 m.....
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Susanne